Der Name des Antiquariats an der Bäumleingasse 18 ist selbst Teil seiner
traditionsreichen Geschichte. In diesem Haus, damals «zem Lufft»
genannt, verbrachte Erasmus von Rotterdam sein letztes Lebensjahr von
Ende Mai 1535 bis zum 12. Juli 1536. Erasmus’ Gastgeber war der Drucker
Hieronymus Froben, der seit 1531 seine Druckerei da am Bäumlein
betrieb und sich um des Erasmus Bücher, die sein Vater Johannes Froben
schon gedruckt hatte, weiter kümmerte. In der wechselvollen Geschichte
des heutigen Antiquariats gelangten die Firmenlokalitäten erstmals
1825 ans Bäumlein, an die heutige Bäumleingasse 10. Bis 1927 blieben sie
da, wechselten dann an den Blumenrain 27 und 1932 an die Freie Straße
74 und somit zurück in die unmittelbare Nähe des Bäumlein. 1935 kam
das Antiquariat zu seinem heutigen Standort und dem damit verbundenen
Namen.
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